10 Tipps für bessere Modeblogfotos (für Fotografen)

1. Details sind spannend

Ich fange gleich mit dem für mich am Wichtigstem an.

Die Details.

Nichts macht einen Modeblogbeitrag spannender, als wenn das Outfit detailreich fotografiert und gezeigt wird.

Es geht um Mode, also sollte diese auch gezeigt werden.

Gerade bei den Details kann man so schön mit der Unschärfe spielen, dass das gewünschte Objekt auch richtig hervorsticht. Schöne Schuhe, eine schöne Kette oder die Sonnenbrille. Einfach alles was das Outfit zu bieten hat. Ich liebe diesen Teil der Arbeit!! Immer neue Wege finden, wie ich etwas Anderes in Szene setzen kann.

2. Die Perspektive ändern

Bleibt nicht stehen. Bewegt euch. Verändert eure Position. Springt auf Steine, legt euch hin oder fotografiert durch ein Fenster... egal. Nur bewegt euch als Fotograf.

Lasst auch euer Model neue Positionen entdecken. Sei es im Stehen, Sitzen oder beim Springen.

Ihr werdet sofort sehen wie toll es ist, wenn nicht jeder Beitrag gleich ist.

Der Post wirkt gleich viel spannender.

3. Auf den Hintergrund achten

Jeder der mich etwas näher kennt, weiß das ich total auf Graffiti stehe.

Angesprayte Wände sind meiner Meinung nach der ideale Hintergrund für ein Shooting.

Manche schrecken etwas zurück und finden es eventuell aufdringlich oder nicht besonders schön.

Aber wer sagt das Graffitiwände nicht mit einem Outfit harmonieren können?

Es kann sehr harmonisch wirken, wenn die Farben des Outfits sich im Hintergrund wiederholen.

Was auch super ist, wenn das Outfit vielleicht einmal nicht so der Hingucker ist und ganz schlicht gehalten ist, dann darf der Hintergrund, meiner Meinung nach, noch mehr strahlen und "aufdringlich" sein.

Die Fotos haben dadurch gleich mehr Pep.

 

Natürlich sind schlichte Häuser und einfache Straßen auch sehr schön. 

Achtet darauf, dass im Hintergrund nicht so viel los ist, was ablenken könnte.

Menschenmassen oder Störfaktoren, wie Autos oder Baustellen, lenken schnell von der Hauptperson ab.

4. Mittagssonne vermeiden

Das gilt eigentlich für jedes Outdoorshooting, wenn es nicht bewölkt ist.

Die Mittagssonne ist hart und macht unschöne Schatten im Gesicht und am Outfit.

5. Miteinander reden

Reden ist bei jedem Shooting wichtig.

"Hey, ich hab einmal gesehen... das würde ich gerne ausprobieren heute"

"Lass deinen Arm bitte gerade runterhängen"

"Heb das Kinn leicht an bitte"

Du als Fotograf siehst sofort am kleinen Bildschirm was stört und was geändert gehört.

Für die Person die fotografiert wird ist es nur hilfreich Hinweise zu geben und auch mal den Bildschirm zu zeigen, damit sie sieht was du meinst.

6. Nachbearbeitung nicht vernachlässigen

Eine lange, lange Zeit habe ich die Fotos für den Blog meiner Freundinnen nicht bearbeitet.

Ich fand die Fotos gut so wie sie waren. Sie waren natürlich. Sie waren authentisch. Es war echt.

Dann kam es aber natürlich ab und zu zu unter/überbelichteten Fotos oder der Bildausschnitt passte nicht. Immer mehr und mehr sah ich, dass die Bildbearbeitung eine wichtigere Rolle spielte.

Bei Portraitfotos war mir das von Anfang an klar. Gute Vorbereitung auf ein Shooting ist genau so wichtig wie die Bildbearbeitung nachher!! 

Viele Blogger haben ihren eigenen Stil und ein Farbschema zieht sich durch ihren Blog wie ein roter Faden.

Das ist harmonisch und professionell. 

Jeder hat seinen eigenen Stil zu fotografieren und zu bearbeiten, aber man kann sich immer fragen

"Geht das noch besser? Bin das Ich?" = für Fotograf und Blogger

7. Es gibt keine Fehler

Überall wird man mit Richtlinien und auf sogenannte Fehler hingewiesen, aber keiner sagt einem, dass Fehler auch erlaubt sind. Durch sie lernt man erst. Man lernt, was man nicht mag oder auf was man besonders achten soll. Warum sollte ich mich als Fotograf nicht auf den Boden hinlegen und von unten rauf fotografieren? 

8. Raus aus dem gewohntem Umfeld

Ich sehe ab und zu, dass Blogger und ihre Fotografen nicht aus ihrer gewohnten Umgebung gehen. 

Ich weiß zwar nicht wo derjenige wohnt, aber ich kann mir vorstellen ganz in der Nähe, wenn ich im Hintergrund immer das selbe Hochhaus sehe.

Meiner Meinung nach wirkt es schnell fad und nicht sonderlich bemüht.

Fahrt mit offenen Augen durch eure Stadt! Fahrt mal raus aus der Stadt!

Raus aus der Komfortzone. Das macht Spaß und neue Ideen kommen!

9. Einen Witz erzählen

Einen Witz erzählen kann etwas bewirken. Nämlich ein Lächeln.

Und warum will ich, dass jemand lächelt? Weil ich das einfangen will.

Es fällt vielen schwer auf Abruf zu lachen oder lächeln, es wirkt schnell gekünstelt. 

Wenn ich beim Shooting schon sowieso rede, dann kann ich auch zwischen durch mal was Lustiges einwerfen und die Chance ergreifen um einen schönen Schnappschuss zu machen.

Es ist dann schön zu sehen, wenn die Person sich freut wie toll das Foto gelungen ist. Ganz ungezwungen :-)

10. Gehen lassen

Fotos in Bewegung finde ich ganz toll!

 

Es ist toll, wenn sich die Person auf dich zu, oder von dir weg bewegt, denn dann kommt die Kleidung in Bewegung, die Haare wehen natürlicher. Es macht Spaß. Oft ist es auch ein guter Einstieg wenn derjenige nicht weiß, wie er anfangen soll sich zu positionieren. Einfach mal los gehen ;-)

Ich hoffe, euch haben die Tipps gefallen und schon Lust gemacht zum Loslegen :-)

Ich wünsche euch alles Liebe.